La lluvia y el trabajo pendiente
Der Regen und die unerledigte Arbeit
1 · Spanische Geschichte
La historia
A media mañana, Ana miró el cielo desde su balcón y vio nubes oscuras sobre San Juan. Había llovido toda la noche, y la calle todavía estaba mojada. Ella pensó que, si seguía así, trabajar desde casa sería lo mejor. Encendió la computadora, dejó el celular cerca y preparó café antes de abrir su informe.
Entonces el viento cambió. Sonó un trueno fuerte y, un momento después, se fue la luz. Ana se quedó quieta. Sin internet, el trabajo se detenía. Miró el informe en la pantalla negra y suspiró. "Qué mal", murmuró, porque ese comentario le salía cuando algo no iba como esperaba.
Ella decidió llamar a su vecino Luis. Él siempre sabía qué hacer cuando había problemas en el edificio. Luis contestó rápido y le dijo que la luz se había ido en varias casas. También le preguntó si había revisado el breaker. Ana fue al pasillo, abrió la caja eléctrica y vio que todo estaba en orden. "Entonces no es eso", dijo ella. Luis prometió bajar en cinco minutos.
Mientras esperaba, Ana recibió un mensaje de la empresa de entregas. Decía que su paquete había llegado, pero ella no veía nada en la puerta. Se preocupó, porque dentro iba un adaptador para la computadora que necesitaba ese mismo día. Miró hacia el vestíbulo y encontró una caja mojada junto a una silla. No estaba perdida. Solo la habían dejado en el lugar equivocado.
Luis llegó con una linterna y una sonrisa tranquila. Revisó el panel otra vez y vio el problema enseguida. Un interruptor había bajado por culpa de la humedad. Lo subió, y la luz volvió. Ana conectó el adaptador, encendió la computadora y por fin abrió el informe. Le dio las gracias a Luis y le ofreció un café. Él aceptó, pero dijo que solo si ella le contaba después cómo había terminado todo.
Más tarde, cuando la lluvia aflojó, Ana terminó su trabajo y miró la calle desde el balcón. Pensó que la mañana había empezado mal, pero no había salido tan mal como parecía. A veces, un problema pequeño hace que uno vea quién ayuda de verdad. Ella sonrió, porque al final el día había sido difícil, sí, pero también bastante chévere.
2 · Nützliche Ausdrücke
Ausdrücke zum Merken
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se fue la luz
der Strom fiel ausEine gängige Wendung, um zu sagen, dass in einer Wohnung oder einem Gebiet der Strom ausgefallen ist.
Se fue la luz durante la cena y usamos velas.
Beim Abendessen fiel der Strom aus, und wir benutzten Kerzen.
un momento después
einen Augenblick späterDamit drückst du aus, dass ein Ereignis kurz nach einem anderen stattfand.
Salió de la oficina y, un momento después, empezó a llover.
Er verließ das Büro, und einen Augenblick später fing es an zu regnen.
en orden
in Ordnung, ohne Probleme, einwandfrei funktionierendHier bedeutet der Ausdruck, dass etwas überprüft wurde und dabei alles in Ordnung zu sein schien.
Revisé la impresora y todo estaba en orden.
Ich überprüfte den Drucker, und alles war in Ordnung.
dejó el celular cerca
legte das Handy in ReichweiteEine einfache Wendung dafür, dass jemand das Handy so ablegt, dass es leicht erreichbar ist.
Sprachgebrauch: In Puerto Rico ist „celular“ ein übliches, neutrales Alltagswort für Handy.
Dejó el celular cerca para escuchar la llamada.
Sie legte das Handy in Reichweite, damit sie den Anruf hören konnte.
en el lugar equivocado
am falschen OrtDas sagst du, wenn etwas an einer Stelle abgelegt oder gefunden wird, an die es nicht gehört.
Mis llaves estaban en el lugar equivocado y perdí tiempo buscándolas.
Meine Schlüssel lagen am falschen Ort, und ich verlor Zeit damit, sie zu suchen.
volvió
kam zurück, war wieder daIn dieser Geschichte bezieht sich das Wort darauf, dass der Strom wieder da war.
La señal volvió después de unos minutos.
Das Signal war nach ein paar Minuten wieder da.
aflojó
ließ nach, wurde schwächerDas Wort beschreibt, dass Regen oder Druck schwächer wird.
La lluvia aflojó al mediodía y pudimos salir.
Der Regen ließ am Mittag nach, und wir konnten hinausgehen.
3 · Übersetzung auf Deutsch
Die ganze Geschichte auf Deutsch
Am Vormittag blickte Ana von ihrem Balkon in den Himmel und sah dunkle Wolken über San Juan. Es hatte die ganze Nacht geregnet, und die Straße war noch immer nass. Sie dachte, dass es am besten wäre, von zu Hause aus zu arbeiten, wenn das Wetter so bliebe. Sie schaltete den Computer ein, legte das Handy in Reichweite und kochte Kaffee, bevor sie ihren Bericht öffnete.
Dann drehte der Wind. Ein lauter Donnerschlag ertönte, und einen Augenblick später fiel der Strom aus. Ana erstarrte. Ohne Internet kam die Arbeit zum Stillstand. Sie blickte auf den schwarzen Bildschirm, auf dem ihr Bericht gewesen war, und seufzte. „So ein Mist“, murmelte sie, denn das sagte sie immer, wenn etwas nicht so lief, wie sie es erwartet hatte.
Sie beschloss, ihren Nachbarn Luis anzurufen. Er wusste immer, was zu tun war, wenn es Probleme im Haus gab. Luis ging schnell ans Telefon und sagte ihr, dass in mehreren Häusern der Strom ausgefallen sei. Er fragte sie auch, ob sie den Sicherungsautomaten überprüft habe. Ana ging in den Flur, öffnete den Sicherungskasten und sah, dass alles in Ordnung war. „Dann liegt es nicht daran“, sagte sie. Luis versprach, in fünf Minuten herunterzukommen.
Während sie wartete, erhielt Ana eine Nachricht vom Lieferdienst. Darin stand, dass ihr Paket angekommen sei, doch vor der Tür sah sie nichts. Sie machte sich Sorgen, denn darin war ein Adapter für den Computer, den sie noch am selben Tag brauchte. Sie schaute in Richtung der Eingangshalle und entdeckte neben einem Stuhl einen nassen Karton. Er war nicht verloren gegangen. Man hatte ihn nur am falschen Ort abgestellt.
Luis kam mit einer Taschenlampe und einem gelassenen Lächeln. Er überprüfte den Sicherungskasten noch einmal und erkannte das Problem sofort. Wegen der Feuchtigkeit war ein Schalter nach unten gesprungen. Er legte ihn wieder nach oben um, und der Strom war wieder da. Ana schloss den Adapter an, schaltete den Computer ein und öffnete endlich den Bericht. Sie bedankte sich bei Luis und bot ihm einen Kaffee an. Er nahm das Angebot an, sagte aber, dass er das nur unter der Bedingung tue, dass sie ihm später erzähle, wie alles ausgegangen sei.
Später, als der Regen nachließ, stellte Ana ihre Arbeit fertig und blickte vom Balkon auf die Straße. Sie dachte daran, dass der Morgen schlecht angefangen hatte, aber nicht so schlecht ausgegangen war, wie es zunächst ausgesehen hatte. Manchmal zeigt einem ein kleines Problem, wer wirklich hilft. Sie lächelte, denn letztlich war der Tag zwar schwierig gewesen, aber auch ziemlich schön.