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B2🇨🇱 Chile4 Min. Lesezeit

La cita que no salió como esperaba

Das Date, das anders lief als erwartet

1 · Spanische Geschichte

La historia

Lucía llegó al café cinco minutos tarde y vio a un hombre mirando la puerta con una expresión seria. Pensó que era Tomás, pero no estaba segura. Él levantó la mano y dijo: "¿Lucía?". Ella sonrió con alivio. Habían hablado por celular durante dos semanas, pero no se conocían en persona. Aun así, los dos sintieron que la foto del perfil no había mentido demasiado.

Tomás pidió un té y ella pidió un café. Al principio, la conversación fue simple. Hablaron de trabajo, de series y de sus barrios. Lucía notó que él escuchaba con atención, y eso le pareció bacán. Cuando él comentó que venía de Valparaíso, ella preguntó si extrañaba el mar. Tomás respondió que sí, pero que ya se había acostumbrado a la ciudad.

Más tarde, Tomás miró su reloj y frunció el ceño. "Creí que la cita era a las siete y media", dijo. Lucía abrió los ojos. "No, era a las ocho". Revisó su celular y vio que tenía razón. El mensaje había quedado incompleto, y ambos se habían confundido. Por un momento, se quedaron en silencio. Luego se rieron, porque la situación ya no tenía remedio y nadie quería pelear por una hora.

Lucía pensó que él se iba a molestar, pero Tomás soltó una risa corta. "Bueno, al menos ninguno llegó demasiado temprano", dijo. Esa respuesta relajó el ambiente. Ella admitió que, antes de salir, había querido cancelar porque estaba nerviosa. Él confesó que también había dudado. Los dos dejaron de actuar como si todo fuera perfecto, y eso les dio un alivio inesperado.

Cuando el café cerró, caminaron por la Alameda. La noche estaba fresca y había poca gente. Tomás dijo que, si ella quisiera, podían seguir hablando en una plaza cercana. Lucía aceptó. Mientras caminaban, él le contó que buscaba una relación tranquila, sin juegos raros. Ella respondió que prefería la honestidad, aunque a veces costara un poco. Después, él dijo que no quería parecer apurado, pero que le gustaría verla otra vez.

Antes de despedirse, Tomás sacó el computador de su mochila y le mostró un mapa de la ciudad. Había marcado un lugar para desayunar el sábado. "Si te parece, podemos ir ahí", dijo. Lucía miró la pantalla y asintió. No era una noche perfecta, pero sí una buena. Y, por primera vez en mucho tiempo, ella pensó que valía la pena seguir conociendo a alguien sin apurarse.

2 · Nützliche Ausdrücke

Ausdrücke zum Merken

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01

llegó al café

kam im Café an

Mit diesem Ausdruck sagst du, dass jemand einen Ort erreicht hat. Dabei wird das Ziel der Bewegung genannt.

Llegó al café antes que todos.

Sie kam vor allen anderen im Café an.

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02

mirando la puerta

zur Tür schauend

Dieser Ausdruck beschreibt, wohin jemand seinen Blick richtet.

Estaba mirando la puerta cuando entraste.

Er schaute zur Tür, als du hereinkamst.

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03

le pareció bacán

fand sie cool

Mit diesem umgangssprachlichen Ausdruck aus Chile sagst du, dass jemand etwas toll oder cool fand.

Sprachgebrauch: Umgangssprachlich; üblich in lockeren Gesprächen. Das Wort „bacán“ ist in Chile gebräuchlich und bedeutet „sehr gut“ oder „cool“.

El plan le pareció bacán.

Den Plan fand sie cool.

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04

frunció el ceño

runzelte die Stirn

Dieser Ausdruck beschreibt ein sichtbares Zeichen von Sorge, Verwirrung oder Unmut.

Frunció el ceño al ver el mensaje.

Er runzelte die Stirn, als er die Nachricht sah.

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05

se habían confundido

hatten sich geirrt

Dieser Ausdruck beschreibt einen Irrtum oder ein Missverständnis, das zu einem Zeitpunkt in der Vergangenheit bereits passiert war.

Se habían confundido con la dirección.

Sie hatten sich bei der Adresse geirrt.

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06

sin juegos raros

ohne merkwürdige Spielchen

Dieser Ausdruck beschreibt den Wunsch nach einem offenen, aufrichtigen Umgang in einer Beziehung.

Ella quería una conversación clara, sin juegos raros.

Sie wollte ein klares Gespräch, ohne merkwürdige Spielchen.

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07

valía la pena

es lohnte sich

Mit diesem Ausdruck sagst du, dass etwas wertvoll oder wichtig genug war, um den Aufwand zu rechtfertigen.

Valía la pena esperar un poco más.

Es lohnte sich, noch etwas länger zu warten.

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3 · Übersetzung auf Deutsch

Die ganze Geschichte auf Deutsch

Lucía erreichte das Café mit fünf Minuten Verspätung und sah einen Mann, der mit ernster Miene zur Tür schaute. Sie dachte, es sei Tomás, war sich aber nicht sicher. Er hob die Hand und sagte: „Lucía?“ Sie lächelte erleichtert. Sie hatten sich zwei Wochen lang über das Handy unterhalten, kannten sich aber noch nicht persönlich. Trotzdem hatten beide das Gefühl, dass das Profilfoto nicht allzu sehr gelogen hatte.

Tomás bestellte einen Tee und sie einen Kaffee. Anfangs unterhielten sie sich über ganz alltägliche Dinge. Sie sprachen über die Arbeit, Serien und ihre Wohnviertel. Lucía bemerkte, dass er aufmerksam zuhörte, und das fand sie cool. Als er erwähnte, dass er aus Valparaíso kam, fragte sie, ob er das Meer vermisse. Tomás bejahte das, sagte aber, dass er sich inzwischen an die Stadt gewöhnt habe.

Später schaute Tomás auf seine Uhr und runzelte die Stirn. „Ich dachte, wir wären um halb acht verabredet“, sagte er. Lucía riss die Augen auf. „Nein, um acht.“ Sie schaute auf ihrem Handy nach und sah, dass sie recht hatte. Die Nachricht war unvollständig geblieben, und beide hatten sich geirrt. Einen Moment lang schwiegen sie. Dann lachten sie, denn an der Situation ließ sich ohnehin nichts mehr ändern, und niemand wollte sich wegen einer Uhrzeit streiten.

Lucía dachte, er würde sich ärgern, doch Tomás lachte kurz auf. „Na ja, wenigstens ist keiner von uns viel zu früh gekommen“, sagte er. Diese Antwort lockerte die Stimmung. Sie gab zu, dass sie vor dem Losgehen hatte absagen wollen, weil sie nervös gewesen war. Er gestand, dass auch er gezögert hatte. Beide hörten auf, so zu tun, als wäre alles perfekt, und das erleichterte sie überraschend.

Als das Café schloss, spazierten sie die Alameda entlang. Die Nacht war kühl, und es waren nur wenige Menschen unterwegs. Tomás sagte, wenn sie Lust hätte, könnten sie sich auf einem nahe gelegenen Platz weiter unterhalten. Lucía war einverstanden. Während sie gingen, erzählte er ihr, dass er eine entspannte Beziehung suche, ohne merkwürdige Spielchen. Sie antwortete, dass ihr Ehrlichkeit lieber sei, auch wenn sie manchmal etwas Überwindung koste. Dann sagte er, er wolle nicht übereilt wirken, würde sie aber gern wiedersehen.

Bevor sie sich verabschiedeten, holte Tomás den Computer aus seinem Rucksack und zeigte ihr einen Stadtplan. Er hatte einen Ort markiert, an dem sie am Samstag frühstücken könnten. „Wenn du magst, können wir dorthin gehen“, sagte er. Lucía schaute auf den Bildschirm und nickte. Es war kein perfekter Abend gewesen, aber ein guter. Und zum ersten Mal seit Langem dachte sie, dass es sich lohnte, jemanden ohne Eile weiter kennenzulernen.