El ruido del tercer piso
Der Lärm aus dem dritten Stock
1 · Spanische Geschichte
La historia
El lunes por la noche, Daniel escuchó pasos fuertes sobre su techo. Luego oyó una silla arrastrarse y una risa alta. Miró el reloj y suspiró. Al día siguiente tenía que levantarse temprano, así que decidió esperar hasta la mañana antes de quejarse.
A la mañana siguiente, encontró a su vecina en el pasillo. Ella llevaba una bolsa de mercado y tenía ojeras. Daniel le dijo, con cuidado, que el ruido de la noche anterior había sido difícil. La mujer puso cara de sorpresa y respondió que su madre había salido del hospital y estaba durmiendo en su casa. No estaban de fiesta. Estaban turnándose para cuidarla.
Daniel se sintió incómodo. Dijo que lo sentía y explicó que había imaginado algo distinto. Ella sonrió, aunque seguía cansada, y le agradeció por hablar antes de llamar al administrador. Después le contó que su hermano vendría esa noche para ayudar. Si todo salía bien, el apartamento estaría más tranquilo en unos días.
Esa tarde, Daniel compró pan y leche en la tienda de la esquina. Al volver, vio un cartel en la entrada del edificio. Decía que el domingo habría una breve reunión de vecinos para hablar del ruido, del uso del ascensor y de los turnos de limpieza. Le pareció buena idea, porque a veces cada persona piensa que el problema solo le toca a ella.
El domingo, varios vecinos bajaron con café y galletas. Hablaron sin pelear. Una señora propuso fijar una hora de silencio. Otro vecino dijo que también hacía ruido con su computadora por las noches y que podía usar audífonos. Daniel contó lo que había pasado con la madre de su vecina. Todos escucharon con atención. Al final acordaron avisar antes de hacer reuniones y escribir un número de contacto para emergencias.
Esa noche, el edificio estaba más calmado. Daniel oyó menos ruidos y, por primera vez en varios días, durmió seguido. Antes de apagar la luz, pensó que vivir cerca de otras personas siempre exige paciencia. También exige preguntar antes de asumir. Desde entonces, cuando escucha algo extraño, primero toca la puerta y luego se forma una opinión.
2 · Nützliche Ausdrücke
Ausdrücke zum Merken
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decidió esperar hasta la mañana
er beschloss, bis zum Morgen zu wartenDas sagst du, wenn jemand beschließt, eine Handlung auf den nächsten Tag zu verschieben.
Prefirió no responder en ese momento y decidió esperar hasta la mañana.
Er wollte lieber nicht sofort antworten und beschloss, bis zum Morgen zu warten.
tenía ojeras
sie hatte dunkle Ringe unter den AugenEine gängige Formulierung, mit der du beschreiben kannst, dass jemand nach wenig Schlaf müde Augen hat.
Después de una mala noche, tenía ojeras y quería descansar.
Nach einer schlechten Nacht hatte sie dunkle Ringe unter den Augen und wollte sich ausruhen.
Dijo que lo sentía
er sagte, dass es ihm leidtueSo kannst du einfach und natürlich in indirekter Rede wiedergeben, dass sich jemand entschuldigt hat.
Cuando entendió el error, dijo que lo sentía de inmediato.
Als er den Fehler erkannte, sagte er sofort, dass es ihm leidtue.
llamar al administrador
den Hausverwalter anrufenDamit ist gemeint, die Person zu kontaktieren, die das Haus oder den Wohnblock verwaltet.
Si el problema sigue, podrías empezar por llamar al administrador.
Wenn das Problem bestehen bleibt, könntest du zunächst den Hausverwalter anrufen.
Le pareció buena idea
er hielt das für eine gute IdeeDamit drückst du eine persönliche Meinung zu einem Plan oder Vorschlag aus.
Nos pareció buena idea salir temprano para evitar el tráfico.
Wir hielten es für eine gute Idee, früh loszufahren, um dem Verkehr zu entgehen.
sin pelear
ohne zu streitenDamit sagst du klar, dass Menschen ruhig miteinander gesprochen und nicht gestritten haben.
Pudieron resolver el tema sin pelear y con más calma.
Sie konnten die Angelegenheit ohne Streit und mit mehr Ruhe klären.
antes de asumir
bevor man Vermutungen für wahr hältMit diesem Ausdruck kannst du sagen, dass man besser nachfragt oder etwas überprüft, bevor man es für wahr hält.
Conviene preguntar antes de asumir que todos piensan igual.
Es ist sinnvoll, nachzufragen, bevor man annimmt, dass alle gleich denken.
3 · Übersetzung auf Deutsch
Die ganze Geschichte auf Deutsch
Am Montagabend hörte Daniel schwere Schritte über seiner Zimmerdecke. Dann hörte er, wie ein Stuhl über den Boden geschoben wurde, und ein lautes Lachen. Er schaute auf die Uhr und seufzte. Am nächsten Tag musste er früh aufstehen, also beschloss er, bis zum Morgen zu warten, bevor er sich beschwerte.
Am nächsten Morgen traf er seine Nachbarin im Flur. Sie trug eine Einkaufstasche und hatte dunkle Ringe unter den Augen. Daniel sagte ihr vorsichtig, dass der Lärm in der vergangenen Nacht schwer zu ertragen gewesen sei. Die Frau schaute überrascht und antwortete, ihre Mutter sei aus dem Krankenhaus entlassen worden und übernachte bei ihr. Sie feierten keine Party. Sie wechselten sich bei der Pflege ihrer Mutter ab.
Daniel fühlte sich unwohl. Er sagte, dass es ihm leidtue, und erklärte, er habe sich etwas anderes vorgestellt. Sie lächelte, obwohl sie noch immer müde war, und dankte ihm dafür, dass er vor einem Anruf beim Hausverwalter zunächst mit ihr gesprochen hatte. Dann erzählte sie ihm, dass ihr Bruder an diesem Abend kommen würde, um zu helfen. Wenn alles gut liefe, würde es in der Wohnung in ein paar Tagen ruhiger sein.
An diesem Nachmittag kaufte Daniel Brot und Milch im Laden an der Ecke. Als er zurückkam, sah er einen Aushang am Hauseingang. Darauf stand, dass es am Sonntag eine kurze Nachbarschaftsversammlung geben würde, um über den Lärm, die Nutzung des Aufzugs und die Einteilung der Reinigungsdienste zu sprechen. Er hielt das für eine gute Idee, denn manchmal denkt jeder, dass das Problem nur ihn selbst betrifft.
Am Sonntag kamen mehrere Nachbarn mit Kaffee und Keksen herunter. Sie unterhielten sich, ohne zu streiten. Eine Frau schlug vor, eine Ruhezeit festzulegen. Ein anderer Nachbar sagte, dass auch er nachts mit seinem Computer Lärm mache und Kopfhörer benutzen könne. Daniel erzählte, was mit der Mutter seiner Nachbarin passiert war. Alle hörten aufmerksam zu. Am Ende vereinbarten sie, einander vor Zusammenkünften Bescheid zu geben und eine Kontaktnummer für Notfälle aufzuschreiben.
In dieser Nacht war es im Haus ruhiger. Daniel hörte weniger Geräusche und schlief zum ersten Mal seit mehreren Tagen durch. Bevor er das Licht ausschaltete, dachte er daran, dass das Zusammenleben auf engem Raum immer Geduld erfordert. Dazu gehört auch, nachzufragen, bevor man Vermutungen für wahr hält. Seitdem klopft er, wenn er etwas Merkwürdiges hört, zuerst an die Tür und bildet sich erst danach eine Meinung.