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B2🇨🇱 Chile4 Min. Lesezeit

El celular perdido en el café

Das verlorene Handy im Café

1 · Spanische Geschichte

La historia

Después del trabajo, Valentina entró a un café cerca del metro para pedir un té y revisar unos correos. Había tenido un día pesado, así que dejó su cartera en la silla, sacó el celular y respondió dos mensajes rápido. Compartía una mesa grande con un hombre que leía el diario. Cuando terminó, creyó haber guardado todo y salió apurada para alcanzar el bus.

A la mitad de la cuadra, metió la mano en el bolsillo y no sintió nada. Paró en seco. Revisó la cartera, el abrigo y hasta el bolsillo interior. El celular no estaba. "No puede ser", pensó. Volvió al café al tiro, con el corazón acelerado. Temía que alguien se lo hubiera llevado. Sin embargo, no quería acusar a nadie sin saber qué había pasado.

La mesera la reconoció cuando entró otra vez. "¿Se le quedó algo, señorita?", preguntó. Valentina explicó lo que había pasado. La mesera miró debajo de una mesa y después en la barra. "Un caballero nos entregó un celular parecido hace cinco minutos", dijo. "Lo encontró en su bolsillo, pero no era suyo. Está al fondo, buscando el que perdió. Le dije que esperara por si usted volvía".

Entonces se acercó el hombre de la mesa. Era mayor y llevaba una chaqueta gris y lentes. "Perdón", dijo. "Tomé el suyo por error. Los dos tenían la pantalla apagada y estaban uno al lado del otro". La mesera sacó el teléfono que había guardado. Valentina reconoció la funda azul. El hombre encontró el suyo debajo del diario. "Si hubiera mirado la funda, habría visto la diferencia", añadió.

La mesera le devolvió el celular a Valentina, que lo desbloqueó y lo revisó con cuidado. Tenía sus fotos, sus notas y hasta la tarjeta del banco en la funda. Respiró hondo y sonrió. "Qué alivio", dijo. "Pensé que lo había perdido para siempre". Le dio un poco de vergüenza haber sospechado de un desconocido. Él también había pasado un mal rato.

Antes de irse, pidió otro té y revisó su cartera una vez más. Esta vez no tenía prisa. El hombre le deseó buena tarde, y la mesera le dijo que la próxima vez mirara dos veces la mesa. Valentina se rió. Salió del café pensando que, al final, un error pequeño puede dar un susto grande.

2 · Nützliche Ausdrücke

Ausdrücke zum Merken

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01

revisar unos correos

ein paar E-Mails lesen

Damit beschreibst du, dass du einige E-Mails durchsiehst.

Necesito revisar unos correos antes de almorzar.

Ich muss vor dem Mittagessen ein paar E-Mails lesen.

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02

al tiro

sofort

Dieser Ausdruck zeigt an, dass jemand unmittelbar handelt.

Sprachgebrauch: Umgangssprachlich; üblich in lockeren Gesprächen. In Chile bedeutet „al tiro“ „sofort“. Eine allgemein verständliche Entsprechung ist „enseguida“.

Si me escribes, te respondo al tiro.

Wenn du mir schreibst, antworte ich dir sofort.

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03

Paró en seco

blieb abrupt stehen

Das beschreibt ein plötzliches Anhalten, oft aus Überraschung.

Paró en seco cuando vio una bicicleta en el camino.

Er blieb abrupt stehen, als er ein Fahrrad auf dem Weg sah.

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04

No puede ser

Das kann doch nicht sein

Damit drückst du aus, dass du etwas Überraschendes oder Beunruhigendes kaum glauben kannst.

No puede ser, olvidé las entradas en casa.

Das kann doch nicht sein, ich habe die Eintrittskarten zu Hause vergessen.

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05

con el corazón acelerado

mit rasendem Herzen

Das beschreibt einen schnellen Herzschlag durch Sorge, Aufregung oder körperliche Anstrengung.

Llegué a la cima con el corazón acelerado.

Ich erreichte den Gipfel mit rasendem Herzen.

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06

Tomé el suyo por error

Ich habe Ihres aus Versehen genommen

Damit erklärst du, dass du den Gegenstand einer anderen Person versehentlich genommen hast.

Sprachgebrauch: Formell; passend für höfliche oder berufliche Situationen. In „Tomé el suyo por error“ bedeutet „el suyo“ „Ihres“ bei der Anrede mit „usted“. Bei der Anrede mit „tú“ wäre es „el tuyo“.

Tomé el suyo por error porque nuestros abrigos son iguales.

Ich habe Ihren aus Versehen genommen, weil unsere Mäntel gleich aussehen.

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07

Qué alivio

Was für eine Erleichterung

Damit drückst du Erleichterung aus, wenn eine Sorge oder ein Problem vorüber ist.

¡Qué alivio saber que llegaste bien!

Was für eine Erleichterung, zu wissen, dass du gut angekommen bist!

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3 · Übersetzung auf Deutsch

Die ganze Geschichte auf Deutsch

Nach der Arbeit ging Valentina in ein Café in der Nähe der U-Bahn, um einen Tee zu bestellen und ein paar E-Mails zu lesen. Sie hatte einen anstrengenden Tag hinter sich, also stellte sie ihre Handtasche auf den Stuhl, holte ihr Handy heraus und beantwortete schnell zwei Nachrichten. Sie teilte sich einen großen Tisch mit einem Mann, der Zeitung las. Als sie fertig war, glaubte sie, alles eingepackt zu haben, und verließ eilig das Café, um den Bus zu erwischen.

Auf halber Strecke bis zur nächsten Straßenecke griff sie in ihre Tasche und spürte nichts. Sie blieb abrupt stehen. Sie durchsuchte ihre Handtasche, ihren Mantel und sogar die Innentasche. Das Handy war nicht da. „Das kann doch nicht sein“, dachte sie. Sie kehrte sofort mit rasendem Herzen ins Café zurück. Sie befürchtete, dass jemand es mitgenommen hatte. Allerdings wollte sie niemanden beschuldigen, ohne zu wissen, was passiert war.

Die Kellnerin erkannte sie wieder, als sie erneut hereinkam. „Haben Sie etwas liegen lassen, junge Frau?“, fragte sie. Valentina erklärte, was passiert war. Die Kellnerin sah unter einem Tisch und dann an der Theke nach. „Ein Herr hat uns vor fünf Minuten ein ähnliches Handy gegeben“, sagte sie. „Er hat es in seiner Tasche gefunden, aber es gehörte ihm nicht. Er ist hinten und sucht nach seinem eigenen, das er verloren hat. Ich habe ihm gesagt, er solle warten, falls Sie zurückkommen.“

Da kam der Mann vom gemeinsamen Tisch auf sie zu. Er war älter und trug eine graue Jacke und eine Brille. „Entschuldigung“, sagte er. „Ich habe Ihres aus Versehen genommen. Bei beiden war das Display aus, und sie lagen nebeneinander.“ Die Kellnerin holte das Handy hervor, das sie aufbewahrt hatte. Valentina erkannte die blaue Hülle. Der Mann fand sein eigenes unter der Zeitung. „Wenn ich auf die Hülle geschaut hätte, hätte ich den Unterschied bemerkt“, fügte er hinzu.

Die Kellnerin gab Valentina das Handy zurück. Sie entsperrte es und überprüfte es sorgfältig. Ihre Fotos und Notizen waren noch da, und sogar die Bankkarte steckte noch in der Hülle. Sie atmete tief durch und lächelte. „Was für eine Erleichterung“, sagte sie. „Ich dachte, ich hätte es für immer verloren.“ Es war ihr ein wenig peinlich, einen Fremden verdächtigt zu haben. Auch er hatte eine unangenehme Zeit durchgemacht.

Bevor sie ging, bestellte sie noch einen Tee und sah ein weiteres Mal in ihrer Handtasche nach. Diesmal hatte sie es nicht eilig. Der Mann wünschte ihr einen schönen Nachmittag, und die Kellnerin sagte ihr, sie solle beim nächsten Mal zweimal auf den Tisch schauen. Valentina lachte. Sie verließ das Café und dachte dabei, dass einem letztlich schon ein kleiner Fehler einen großen Schrecken einjagen kann.