El celular que estaba en la mochila
Das Handy, das im Rucksack war
1 · Spanische Geschichte
La historia
Era viernes y la oficina ya estaba casi vacía. Mariana guardó sus papeles, apagó la computadora y buscó su celular para avisarle a su hermano que saldría tarde. Revisó el escritorio, el cajón y hasta debajo del monitor, pero no lo encontró. Sintió un nudo en el estómago. "No puede ser", dijo en voz baja. "Lo traía hace un rato." Su hermano la esperaba para visitar un departamento en renta. Si llegaba demasiado tarde, quizá perderían la oportunidad de verlo. Habían tardado semanas en encontrar uno que pudieran pagar.
Su compañera Julia levantó la vista de la pantalla. "¿Lo perdiste?" preguntó. Mariana asintió, ya más nerviosa de lo que quería admitir. "Creo que sí. Lo usé para ver la hora y después no lo volví a ver." Julia la ayudó a revisar la sala de juntas y la impresora. Otro compañero, Luis, bromeó con que el celular seguramente estaba "de vacaciones". Mariana soltó una risa corta, pero seguía preocupada. Le molestó que Luis bromeara mientras ella buscaba. Sin embargo, él también dejó su trabajo para ayudarla. Mariana comprendió que intentaba tranquilizarla, aunque no hubiera elegido el mejor momento.
Luego llamó al celular desde la computadora de Julia. Sonó cerca, muy cerca, pero no en la mesa ni en el piso. Mariana caminó despacio por la oficina y escuchó con atención. El sonido venía de su propia mochila, que estaba colgada en la silla. La abrió con cuidado y, entre una libreta y una botella de agua, apareció el teléfono. Mariana se quedó callada un segundo. Después se echó a reír. "Qué pena", dijo. "Lo tuve todo el tiempo aquí."
Julia sonrió y Luis le ofreció un café para celebrar. Mariana se sintió aliviada y también un poco tonta, pero menos sola. Agradeció la ayuda y dejó el café para el lunes. Revisó el celular, vio el mensaje de su hermano y le contestó de inmediato. "Ya salgo", escribió. Antes de irse, puso el teléfono en el bolsillo de su chamarra. Esta vez lo revisó dos veces. En la puerta, Julia le dijo: "La próxima, empieza por la mochila". Mariana contestó: "Sí, ahora sí aprendí la lección".
2 · Nützliche Ausdrücke
Ausdrücke zum Merken
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Sintió un nudo en el estómago
Sie spürte einen Knoten im MagenDieser Ausdruck beschreibt ein körperliches Gefühl, das durch Sorge oder Anspannung entsteht.
Sintió un nudo en el estómago antes de entrar a la entrevista.
Sie spürte einen Knoten im Magen, bevor sie zum Vorstellungsgespräch hineinging.
ya más nerviosa de lo que quería admitir
schon nervöser, als sie zugeben wollteDer Vergleich zeigt den Unterschied zwischen den tatsächlichen Gefühlen einer Person und dem, was sie bereit ist zuzugeben.
Ana esperaba su turno, ya más nerviosa de lo que quería admitir.
Ana wartete, bis sie an der Reihe war, schon nervöser, als sie zugeben wollte.
de vacaciones
im UrlaubLuis beschreibt das verschwundene Handy scherzhaft so, als hätte es Urlaub genommen.
Sprachgebrauch: Der Ausdruck beschreibt normalerweise jemanden, der Urlaub hat. Hier entsteht der Witz dadurch, dass er auf ein verschwundenes Handy angewendet wird.
Mi hermana está de vacaciones esta semana.
Meine Schwester ist diese Woche im Urlaub.
muy cerca
ganz in der NäheDieser Ausdruck betont die geringe Entfernung zu einer Person oder einem Ort.
El restaurante queda muy cerca de la estación.
Das Restaurant liegt ganz in der Nähe des Bahnhofs.
entre una libreta y una botella de agua
zwischen einem Notizbuch und einer WasserflascheMit der Struktur „entre X y Y“ beschreibst du, dass sich etwas zwischen zwei Gegenständen befindet.
Dejé el recibo entre una libreta y una botella de agua.
Ich habe den Kassenbon zwischen einem Notizbuch und einer Wasserflasche liegen lassen.
se quedó callada un segundo
schwieg eine Sekunde langDieser Ausdruck beschreibt ein kurzes Schweigen, oft aus Überraschung oder weil jemand zögert.
La directora se quedó callada un segundo antes de responder.
Die Direktorin schwieg eine Sekunde lang, bevor sie antwortete.
se sintió aliviada
fühlte sich erleichtertDieser Ausdruck beschreibt, wie die Sorge nachlässt, nachdem ein Problem gelöst wurde.
Clara se sintió aliviada cuando recuperó sus documentos.
Clara fühlte sich erleichtert, als sie ihre Dokumente zurückbekam.
3 · Übersetzung auf Deutsch
Die ganze Geschichte auf Deutsch
Es war Freitag, und das Büro war schon fast leer. Mariana räumte ihre Unterlagen weg, schaltete den Computer aus und suchte ihr Handy, um ihrem Bruder Bescheid zu sagen, dass sie später loskommen würde. Sie suchte auf dem Schreibtisch, in der Schublade und sogar unter dem Monitor, fand es aber nicht. Sie spürte einen Knoten im Magen. „Das kann doch nicht sein“, sagte sie leise. „Eben hatte ich es noch bei mir.“ Ihr Bruder wartete auf sie, um mit ihr eine Mietwohnung zu besichtigen. Wenn sie zu spät kam, würden sie vielleicht die Gelegenheit verpassen, sie sich anzusehen. Sie hatten wochenlang gebraucht, um eine Wohnung zu finden, die sie sich leisten konnten.
Ihre Kollegin Julia blickte vom Bildschirm auf. „Hast du es verloren?“, fragte sie. Mariana nickte, schon nervöser, als sie zugeben wollte. „Ich glaube schon. Ich habe damit nach der Uhrzeit geschaut und es danach nicht mehr gesehen.“ Julia half ihr, im Besprechungsraum und beim Drucker zu suchen. Ein anderer Kollege, Luis, scherzte, das Handy sei bestimmt „im Urlaub“. Mariana lachte kurz auf, war aber weiterhin besorgt. Es störte sie, dass Luis Witze machte, während sie suchte. Allerdings unterbrach auch er seine Arbeit, um ihr zu helfen. Mariana begriff, dass er versuchte, sie zu beruhigen, auch wenn er dafür nicht den besten Moment gewählt hatte.
Dann rief sie ihr Handy von Julias Computer aus an. Es klingelte in der Nähe, ganz in der Nähe, aber weder auf dem Tisch noch auf dem Boden. Mariana ging langsam durch das Büro und lauschte aufmerksam. Das Klingeln kam aus ihrem eigenen Rucksack, der am Stuhl hing. Sie öffnete ihn vorsichtig, und zwischen einem Notizbuch und einer Wasserflasche kam das Handy zum Vorschein. Mariana schwieg eine Sekunde lang. Dann brach sie in Gelächter aus. „Wie peinlich“, sagte sie. „Ich hatte es die ganze Zeit hier.“
Julia lächelte, und Luis bot ihr zur Feier des Tages einen Kaffee an. Mariana fühlte sich erleichtert und auch ein bisschen dumm, aber weniger allein. Sie bedankte sich für die Hilfe und verschob den Kaffee auf Montag. Sie schaute auf ihr Handy, sah die Nachricht ihres Bruders und antwortete sofort. „Ich gehe jetzt los“, schrieb sie. Bevor sie ging, steckte sie das Handy in ihre Jackentasche. Diesmal überprüfte sie zweimal, ob es dort war. An der Tür sagte Julia zu ihr: „Fang nächstes Mal beim Rucksack an.“ Mariana antwortete: „Ja, jetzt habe ich wirklich daraus gelernt.“