Una carrera contra el tiempo
Ein Wettlauf gegen die Zeit
1 · Spanische Geschichte
La historia
El sábado por la mañana, Lina se preparó para su primera carrera de diez kilómetros. Llevaba meses entrenando en un parque cerca de su casa. Aunque había dormido poco por los nervios, se sentía lista. Antes de salir, revisó la ruta en su celular y guardó una botella de agua en la mochila.
Lina tomó un bus hacia el estadio, pero el conductor anunció un cambio de ruta. Había una calle cerrada por la carrera. Cuando Lina miró por la ventana, se dio cuenta de que el bus se alejaba del estadio. Faltaban treinta minutos para el inicio y creyó que perdería la salida.
Lina bajó en la siguiente parada y vio a un hombre con zapatos deportivos y un número en la camiseta. Le preguntó: “¿Usted también va a la carrera?”. Él respondió que sí y explicó que la entrada estaba en otro lado del estadio. Lina había entendido mal el mapa del evento.
“Qué pena, pensé que conocía el camino”, dijo Lina. El hombre se llamaba Mateo y conocía un atajo por una calle pequeña. Los dos caminaron rápido para llegar a tiempo a la salida. Cuando llegaron, el grupo ya estaba entrando en la zona de inicio, pero todavía pudieron presentar sus números y participar.
Durante los primeros kilómetros, Lina y Mateo siguieron el ritmo del grupo. Después, Mateo comenzó a respirar con dificultad. Lina podía correr más rápido, pero decidió quedarse con él. Le dijo que reducirían la velocidad hasta que se sintiera mejor. Mateo sonrió y aceptó la ayuda sin dejar de avanzar.
Al final, los dos cruzaron la meta juntos. Lina no consiguió el tiempo que había planeado, pero no estaba decepcionada. Había llegado a la salida gracias a Mateo y luego pudo ayudarlo. Comprendió que su primera carrera no sería especial por el resultado, sino por la persona que encontró en el camino.
2 · Nützliche Ausdrücke
Ausdrücke zum Merken
Llevaba meses entrenando
Sie trainierte schon seit MonatenDiese Konstruktion beschreibt eine Tätigkeit, die vor einem anderen Zeitpunkt in der Vergangenheit begann und bereits eine Weile andauerte.
Carlos llevaba semanas practicando para el torneo.
Carlos trainierte schon seit Wochen für das Turnier.
se dio cuenta de que
bemerkte sie, dassDieser Ausdruck passt, wenn jemand etwas bemerkt oder versteht, das zuvor nicht klar war.
Marta se dio cuenta de que había olvidado sus llaves.
Marta bemerkte, dass sie ihre Schlüssel vergessen hatte.
¿Usted también va a la carrera?
Gehen Sie auch zum Lauf?Eine höfliche Frage, ob eine andere Person zum selben Ort geht.
Sprachgebrauch: In Kolumbien kann usted in dieser Frage auch freundlich und ungezwungen wirken. Es entspricht nicht immer dem förmlichen deutschen Sie.
¿Usted también participa en el partido de esta tarde?
Nehmen Sie heute Nachmittag auch am Spiel teil?
Qué pena
Tut mir leidDamit kannst du dich entschuldigen oder leichte Verlegenheit ausdrücken.
Sprachgebrauch: Umgangssprachlich; üblich in lockeren Gesprächen. In Kolumbien leitet qué pena häufig eine höfliche Entschuldigung ein.
Qué pena, llegué cinco minutos tarde.
Tut mir leid, ich bin fünf Minuten zu spät gekommen.
llegar a tiempo a la salida
rechtzeitig zum Start zu kommenDer Ausdruck bedeutet, den Startpunkt vor Beginn einer Veranstaltung zu erreichen.
Tomamos un taxi para llegar a tiempo al comienzo del partido.
Wir nahmen ein Taxi, um rechtzeitig zum Spielbeginn zu kommen.
cruzaron la meta
überquerten die ZiellinieDieser Ausdruck beschreibt, wie Läuferinnen oder Läufer den Endpunkt eines Rennens passieren.
Las corredoras cruzaron la meta bajo la lluvia.
Die Läuferinnen überquerten im Regen die Ziellinie.
3 · Übersetzung auf Deutsch
Die ganze Geschichte auf Deutsch
Am Samstagmorgen bereitete sich Lina auf ihren ersten Zehnkilometerlauf vor. Sie trainierte schon seit Monaten in einem Park in der Nähe ihrer Wohnung. Obwohl sie vor Aufregung wenig geschlafen hatte, fühlte sie sich bereit. Vor dem Aufbruch überprüfte sie die Route auf ihrem Handy und steckte eine Wasserflasche in ihren Rucksack.
Lina nahm einen Bus zum Stadion, doch der Fahrer kündigte eine geänderte Route an. Eine Straße war wegen des Laufs gesperrt. Als Lina aus dem Fenster schaute, bemerkte sie, dass sich der Bus vom Stadion entfernte. Bis zum Start blieben noch dreißig Minuten und sie dachte, dass sie ihn verpassen würde.
Lina stieg an der nächsten Haltestelle aus und sah einen Mann mit Laufschuhen und einer Nummer auf seinem Trikot. Sie fragte ihn: „Gehen Sie auch zum Lauf?“ Er bejahte das und erklärte ihr, dass der Eingang auf der anderen Seite des Stadions lag. Lina hatte den Veranstaltungsplan falsch verstanden.
„Tut mir leid, ich dachte, ich kenne den Weg“, sagte Lina. Der Mann hieß Mateo und kannte eine Abkürzung durch eine kleine Straße. Beide gingen schnell, um rechtzeitig zum Start zu kommen. Als sie ankamen, betrat die Gruppe bereits den Startbereich, aber sie konnten ihre Nummern noch vorzeigen und teilnehmen.
Auf den ersten Kilometern hielten Lina und Mateo das Tempo der Gruppe. Dann begann Mateo schwer zu atmen. Lina hätte schneller laufen können, entschied sich aber, bei ihm zu bleiben. Sie sagte ihm, dass sie langsamer laufen würden, bis es ihm besser ginge. Mateo lächelte und nahm ihre Hilfe an, ohne stehen zu bleiben.
Am Ende überquerten sie gemeinsam die Ziellinie. Lina erreichte ihre geplante Zeit nicht, war aber nicht enttäuscht. Dank Mateo hatte sie den Start erreicht und danach ihm helfen können. Sie verstand, dass ihr erster Lauf nicht wegen des Ergebnisses besonders sein würde, sondern wegen des Menschen, den sie unterwegs getroffen hatte.